Markus Lüpertz im Kunstverein Heilbronn

Architektur-dithyrambisch
Zeichnungen und Gemälde aus den Jahren 1964-1977

Im Kunstgeschehen der alten wie der neuen Bundesrepublik ist Markus Lüpertz zweifelsohne einer der wichtigsten Künstler. Sein umfangreiches malerisches, zeichnerisches und skulpturales Werk begann Anfang der 60er Jahre, und bis heute gehört er zu den umstrittensten Künstlern seiner Generation.
Markus Lüpertz hat nie an den reinen Abbildcharakter der Kunst geglaubt, sondern sich immer „auf der Suche nach dem möglichen Bild“ gesehen, wie er selbst sagt. So hat er sich auch keiner Stilrichtung verpflichtet gefühlt und konnte sich ohne Einschränkungen aus einem großen kunst- und kulturhistorischen Fundus frei bedienen, eine eigene Handschrift herausarbeiten und Bilder und Zeichen schaffen, die einzig und allein mit ihm verbunden werden können. Die Ausstellung im Kunstverein Heilbronn kann dabei mit einer Besonderheit aufwarten, wie sie so im Werk von Markus Lüpertz bisher noch in keiner Ausstellung in den Focus gerückt worden ist. Ganz bewusst findet eine Konzentration auf die Auseinandersetzung von Markus Lüpertz mit Architektur im frühen zeichnerischen und malerischen Werk statt. Das Thema der Architektur findet sich in den frühen Zelt- oder auch den Westwallmotiven. Wir zeigen 66 Zeichnungen aus den Jahren 1964 bis 1969 sowie vier Leinwandarbeiten, die zwischen 1975 und 1977 entstanden sind.

Quelle: www.kunstverein-heilbronn.de, 01.10.2013