Zeichnungen und Skulpturen.

Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Per Kirkeby, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Sigmar Polke

6. März – 15. April 2009

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Georg Baselitz
Ohne Titel, 7.VIII.98
Tusche, Wasserfarbe
70 x 49,9 cm

Georg Baselitz
Jörg Immendorff
Per Kirkeby
Markus Lüpertz
A. R. Penck
Sigmar Polke


Die Galerie Michael Werner präsentiert in Köln unter dem Titel „Zeichnungen und Skulpturen“ eine Auswahl von Bronzen sowie Arbeiten auf Papier von Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Per Kirkeby, Markus Lüpertz, A.R. Penck und Sigmar Polke. Durch die Gegenüberstellung ergeben sich Dialoge, die Arbeiten aus vier Jahrzehnten vernetzen. So entsteht ein Spannungsfeld, das die ikonenhaften Uniformmützen eines Markus Lüpertz oder das wohlbekannte Affen-Alter-Ego von Jörg Immendorff in ungewohntem Kontext erscheinen lässt. Die archaische Symbolik des A. R. Penck, die zum Beispiel in seiner Skulptur „Anti-L“ (1990) zum Ausdruck kommt, nimmt im Nebenraum mit ihrer Imitation Afrikanischer Stammeskunst die zivilisatorischen Errungenschaften unserer Gesellschaft aufs Korn. Voller haptischer Intensität und Farbigkeit ist die korrespondierende Zeichnung Pencks, die 1988 als Titelseite für ‚Lettre International’ konzipiert wurde. Per Kirkebys energiegeladene und halb-abstrakte Landschaften kontrastieren sich daneben mit seinen eher kühlen Bronze-Architekturen. Der studierte Geologe veranschaulicht auf kleinem Raum das Verhältnis von Natur und Kunst, das seit Jahrzehnten schon im Zentrum seines Schaffens steht. Von Georg Baselitz und Sigmar Polke schließlich sind großformatige Zeichnungen zu sehen. Baselitz, berühmt für seine kopfstehenden Motive, die in dieser Ausstellung durch Bäume und Vögel aus den 80er Jahren vertreten sind, zitiert sich gleich nebenan in einer Tuschezeichnung aus den 1990er Jahren humorvoll selbst, indem er eine klassisch anmutende Figurengruppe auf die Seite, und nicht auf den Kopf stellt. Polkes subtiler Humor schließlich kommt in verschiedenen farbigen Zeichnungen zum Ausdruck, die auch einen gewissen Hang zum chemischen Experiment erkennen lassen und mittels Anspielungen zur Alchemie Identität und Aufgabe des Künstlers hinterfragen.