Per Kirkeby. Neue Bilder

04. September - 07. November 2009

Preview image

Per Kirkeby
Ohne Titel, 2008
Tempera auf Leinwand
190 x 170 cm

Parallel zu Per Kirkebys aktueller Retrospektive in der Londoner Tate Modern (17. Juni – 6. September 2009) und im Düsseldorfer Museum Kunstpalast (26. September 2009 – 10. Januar 2010) präsentiert die Galerie Michael Werner in Köln unter dem Titel „Neue Bilder“ eine Gruppe von fünfzehn neuen Werken des Künstlers.

Malerisch befasst sich Kirkeby mit der Natur, und versucht dennoch, seine Malerei zu „entnaturalisieren“. Abstrahierte, fiktive Landschaften stellt der Dänische Künstler bereits seit den frühen 1970er Jahren dar. Seine Bildinhalte wandern zwischen Transparenz und kaum Erkennbarem, suggerieren aber immer wieder Elemente der Natur.

Die zwischen 2007 und 2008 entstandenen Werke dieser Ausstellung sind unter Andeutung von Schraffur in kräftigen, einzeln erkennbaren Pinselstrichen gemalt. Mehrere über- und untergelagerte senkrechte Farbflächen erscheinen teilweise wie Baumstämme in einem Wald. Konkrete Bäume
oder Landschaften sind allerdings nicht zu erkennen; assoziierbar sind lediglich Details wie Laub, Gestein, durch Äste gebrochene Sonnenstrahlen, Flecken von durchblitzendem Himmel oder Spiegelungseffekte auf Wasser.

"…Der Traum, einen Felsblock und einen Baum so malen zu können, dass dieser sowohl konkret als auch abstrakt ist und deshalb ganz alltäglich. Aber eine Alltäglichkeit sozusagen auf der anderen Seite: Nicht die unreflektierte, historisch mitgegebene Alltäglichkeit, die die pappig unschuldige Vorstellung vom „Natürlichen“ enthält, sondern die wache und illusionslose Alltäglichkeit… Das war ein Anfang, und da bin ich wohl immer noch" (Per Kirkeby)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Essay von Robert Storr.