A.R. PENCK. NEUE ARBEITEN

9. APRIL - 28. MAi 2016

 
Der Pfeil der Zeit, er fliegt ganz ohne Halt.
Die Bilder bleiben – Form, Gestalt, Gesicht.
Der tiefe Zwiespalt zwischen neu und alt,
zwischen dem Dunkel und dem Licht.
Die große Spanne zwischen heiß und kalt,
des unbekannten Plan’s Gewicht,
der Zeichen und Symbole Urgewalt.
 
                                                                                                               A.R. Penck (Oktober 2014)

Der Michael Werner Kunsthandel in Köln freut sich, die Ausstellung Neue Arbeiten von A.R. Penck anzukündigen. Die Ausstellung vereint Arbeiten aus den Jahren 2010 bis 2014, von denen die meisten zwischen 2013 und 2014 enstanden sind. Präsentiert werden Leinwandarbeiten ebenso wie mit Aquarell oder Acryl auf Papier geschaffene Werke.

A.R. Penck, dessen Oeuvre eine mediale Vielfältigkeit kennzeichnet, ist bekannt für die Entwicklung einer ganz eigenen Bildzeichensprache mit hohem Wiedererkennungswert. Pencks „unverwechselbarer Stil aus abstrahierten Figuren und Bildzeichen ist ein universales Vokabular, mit dem fortwährend die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft analysiert wird. Diese einprägsame Bildwelt ist in gleichem Maße von systematischer Theorie, emotionaler Kraft und humorvoller Reflexion geprägt.“ (Max Hollein, A.R. Penck Retrospektive, Düsseldorf 2007)

Unabhängig der Schaffensphase und des Mediums, in dem der Künstler arbeitet, ist den Werken A.R. Pencks gemein, dass von ihnen eine enorme Energie, Dynamik und Anziehungskraft ausgeht. Bis heute fordern seine Werke die aktive Auseinandersetzung des Betrachters ein und bleiben für diesen oftmals rätselhaft. Nicht zuletzt deswegen, da der Künstler die Öffentlichkeit seit vielen Jahren meidet und sich dem Wunsch nach Entschlüsselung seiner Arbeiten verweigert.

A.R. Penck wurde 1939 in Dresden geboren. 1968 präsentierte Michael Werner seine erste Einzelausstellung in Köln. Die erste institutionelle Einzelausstellung fand 1971 im Museum Haus Lange in Krefeld statt. International wurde sein Werk seitdem umfassend gewürdigt, unter anderem 2007 im Rahmen einer großen Retrospektive der Schirn Kunsthalle in Frankfurt, die anschließend in der Kunsthalle zu Kiel und im Musée d'Art moderne de la Ville de Paris zu sehen war. 2014 war er an der Ausstellung „Germany divided: Baselitz and his generation“ im British Museum, London beteiligt.