Markus Lüpertz. Neue Bilder - Arkadien
05. APRIL – 31. MAI 2014

Das Museo de Bellas Artes in Bilbao, das Ernst Barlach Museum in Wedel und die Eremitage in St. Petersburg ehren das Werk von Markus Lüpertz derzeit mit retrospektiv angelegten Ausstellungen. Nachdem der Michael Werner Kunsthandel vor zwei Jahren die Landschaftsbilder des Künstlers zeigte, freuen wir uns nun, einen Zyklus neuer Arbeiten in Köln präsentieren zu können.

Von Beginn seines Schaffens an waren die Antike und die Mythologie wesentlich für das künstlerische Werk von Markus Lüpertz. Arkadien, so der Titel einer neuen Werkgruppe, lässt Gedanken an unwiederbringlich verlorene Orte der sorglosen Freude aufsteigen. Für den Künstler geht es dabei nicht um das desillusionierte Abwenden von der Gegenwart, sondern um die Hinterfragung der Möglichkeiten zeitgenössischer Kunst. Arkadien, so Eric Darragon im begleitenden Katalogtext, ist einerseits die „Bezeichnung für eine künstlerische Natur, deren Grenzen existieren aber unbekannt sind“ und andererseits ein „abstraktes Terrain“, auf dem neue Gemälde entstehen können. Markus Lüpertz hatte bereits in den frühen 1960er Jahren erkannt, dass die Logik der Avantgarden stets die teils blinde Abkehr vom Vorhergehenden einforderte und so letztlich die Malerei in eine lähmende Sackgasse führen würde. Der Bezug auf das Klassische, inhaltlich wie formal, wurde und wird vielerorts als anachronistischer Rückschritt aufgefasst, ein Missverständnis, mit dem Markus Lüpertz gut leben und zugleich provozieren kann. Werktitel und klassische Motive mögen den Anschein erwecken, seine Bilder ließen sich widerstandslos im klassischen Kanon verorten oder gar interpretieren. Die abstrakte Auflösung der Formen führt derlei Versuche ad absurdum und wirft zurück auf die kraftvolle Präsenz einer Malerei, die zur unvoreingenommenen Auseinadersetzung auffordert.

Begleitend erscheint ein reich bebilderter Katalog mit einem Text von Eric Darragon.