PER KIRKEBY. NEUE BILDER

16. März - 4. Mai 2013

Der Michael Werner Kunsthandel präsentiert in Köln ab dem 16. März eine Ausstellung mit Bildern des dänischen Künstlers Per Kirkeby (*1938). Nachdem zuletzt retrospektive Ausstellungen in der Londoner Tate Modern, im Palais des Beaux-Arts in Brüssel und im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg gezeigt wurden, freuen wir uns nun, neue Bilder der vergangenen zwei Jahre zeigen zu können. Einige der Werke werden zu diesem Anlass erstmals öffentlich zu sehen sein.

Der studierte Geologe Per Kirkeby begann seine künstlerische Arbeit bereits in den 1960er Jahren. Er schuf Werke, die im Kontext der überall präsenten und den Zeitgeist bestimmenden Pop Art zu verstehen sind. Die Erfahrungen dieser Zeit waren vor allem geprägt durch ein interdisziplinäres Interesse: neben seiner naturwissenschaftlichen Arbeit erforschte er intensiv die Kunstgeschichte, verfasste Texte, arbeitete mit Filmaufnahmen und beteiligte sich an Happenings. Noch Mitte der 1970er Jahre wurde seine Kunst vielerorts nur als Verbildlichung naturwissenschaftlicher Studien verstanden, ein Umstand, der sich spätestens mit seiner Teilnahme an der Gruppenausstellung „A New Spirit in Painting" (1981) in London änderte. Ab den 1980er Jahren verbindet der Künstler zunehmend Motive aus der Kunstgeschichte, religiöse Themen, landschaftliche Darstellungen, geologische Studien und  nicht gegenständliche Formfindungen zu neuartigen Kompositionen. Mitte der 1990er Jahre tritt die bis dahin überwiegend dunkeltonige Malerei früherer Jahre in den Hintergrund und es entstehen Serien in kräftiger Farbigkeit.

Beat Wismer beschreibt dies als eine Art Wendepunkt und Anbahnung des Spätwerks, das mit freien Kompositionen und einer aufgehellten Farbpalette überrascht. In unserer aktuellen Ausstellung werden rund 20 Arbeiten auf Leinwand zu sehen sein. Per Kirkeby scheint diese Phase vor allem als Befreiung von früheren Fesseln zu begreifen: „>Alterswerk<, das klingt ein wenig pathetisch, aber es ist schon recht. Man hat eine Freiheit, wenn man alt wird. (…) Das ist die Arroganz des Alters. Man kann machen, was man will. Man braucht keine Rücksicht zu nehmen (…).“ (Gespräch mit Prof. Dr. Siegfried Gohr, 2007)


Es erscheint ein Katalog mit einem Text von Beat Wismer.